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Geschichte Vor der spanischen Eroberung wurde Nicaragua vorwiegend von den Stämmen der Nicaraos (Nahuas) und Chorotegas bevölkert. Der Kazike Diriangén spielte eine wichtige Rolle im Widerstand gegen die spanische Herrschaft. Im Jahr 1502, während seiner vierten und letzten Amerika-Reise, erreichte Christoph Kolumbus Nicaragua am Kap Gracias a Dios. 1524
gründete Francisco Hernández de Córdoba
zwei der größten nicaraguanischen Städte, León
und Granada.1528 wurde Pedrarias Dávila zum Gouverneur Nicaraguas ernannt. Sein Regierungssitz war León. 1633 begannen die Engländer ihre Invasion Nicaraguas in Mosquitia an der Karibikküste. Am 15. September 1821 errang Nicaragua zusammen mit der anderen Ländern Mittelamerikas seine Unabhängigkeit. 1856 erklärte William Walker, ausgesandt und unterstützt von den USA, sich selbst zum Präsidenten Nicaraguas. Dies führte zu einem Bürgerkrieg, in dem es der nicaraguanischen Armee gelang, die Freibeutertruppen zu besiegen und aus dem Land zu jagen. Im Jahr 1893 fand die Liberale Revolution unter José Santos Zelaya statt, woraufhin er zum Präsidenten des Landes ernannt wurde. Einige Jahre später, 1909, erhoben sich Liberale und Konservative gegen die Regierung Zelaya. Gleichzeitig fing die US-Regierung an, Druck auszuüben und erreichte den Rücktritt Zelayas. Die USA begannen, ihre politische und finanzielle Herrschaft über das Land auszuüben. Dabei war eines ihrer Hauptinteressen der eventuelle Bau eines interozeanischen Kanals. 1912
starb im Verlauf einer militärischen Invasion der USA General Benjamín
Zeledón in Masaya während eines Aufstands gegen die Regierung.
Dieses Ereignis inspirierte Augusto C. Sandino zu seinem
Kampf gegen den nordamerikanischen Imperialismus.1927 unterzeichneten Juan Bautista Sacasa und der General José María Moncada den Espino-Negro-Pakt mit dem Gesandten der US-Regierung Henry Stimpson. Als Gegenleistung für ihre Entwaffnung erhielten sie das Versprechen auf Unterstützung in den nächsten Wahlen. Doch ein General der konstitutionellen Armee, Augusto C. Sandino, akzeptierte die Kapitulation nicht und setzte sich zum Ziel, die US-Truppen vom nationalen Territorium zu vertreiben. 1933, nachdem Anastasio Somoza García Oberbefehlshaber der Nationalgarde geworden war, unterschrieb Sandino einen Friedensvertrag, in dem festsetzt wurde, dass die US-Truppen das Land verlassen sollten. Ein Jahr später wurden Augusto C. Sandino und Mitglieder seines Generalstabs von der Nationalegarde ermordet. 1936 trat Anastasio Somoza García die Präsidentschaft Nicaraguas an und hielt das Amt mit List und Betrug bis zum Jahr 1947 inne. Er war nochmals Präsident von 1951 bis 1956. In diesem Jahr wurde er von Rigoberto López Pérez ermordet. Seine Söhne Luis und Anastasio übernahmen jeweils die Präsidentschaft und die Leitung der Nationalgarde. 1961 gründete sich die Sandinistische Nationale Befreiungsfront mit dem Ziel, die Somoza-Diktatur zu stürzen. 1967 wurde Anastasio Somoza Debayle Präsident der Republik. 1972 zerstörte ein Erdbeben die Stadt Managua und verursachte große materielle Schäden und Menschenverluste. 1978 wurde der Direktor der Zeitung La Prensa, Pedro Joaquín Chamorro, von dem Diktator Somoza ermordet, worüber sich die Bevölkerung außerordentlich empörte. 1979 erhob sich das Volk und Somoza wurde gezwungen, das Land zu verlassen. Am 19. Juli siegte die sandinistische Revolution. In
den achtziger Jahren regierte die Sandinistische Nationale Befreiungsfront
mit Daniel Ortega als Präsidenten. Sie führte
eine Alphabethisierungskampagne, eine Agrarreform sowie weitere soziale
Projekte durch. Die USA verhängten daraufhin eine Wirtschaftsblockade
gegen Nicaragua und finanzierten die Konterrevolution, wodurch ein Krieg
ausgelöst wurde, in dem viele Menschen ihr Leben verloren.1990 gewann Violeta Barrios de Chamorro die Präsidentschaftswahlen und besiegte so die FSLN; der Krieg endete und die Wirtschaftsblockade der USA wurde aufgehoben. 1996 gewann die Liberale Partei die Wahlen, mit Arnoldo Alemán an der Spitze, der später von seinem Nachfolger und gegenwärtigen Präsidenten Enrique Bolaños der Korruption im Amt beschuldigt wurde. |
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